Fänger: Hergl Helmut                                                                                                                                         

Gewässer: Vils                                                                                                                                                

Fischart: Stör                                                                                                                                                       

Größe: 106 cm

Kommentierung: Gerhard Kohn

Hallo Fischerfreunde, da ich in meiner Fischanlage auch immer wieder mal Störe (meist aber kleinere) habe, bin ich natürlich sehr erstaunt drüber, dass so was Tolles auch mal in der Vils schwimmt. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Fang für die nächsten Jahre eine Einmaligkeit bleiben dürfte, denn diese Fische haben ja in unseren Gewässern keine natürliches Vorkommen. Ich geh mal davon aus, dass dieser Prachtbursche schon in jüngeren Jahren einem Züchter oder Fischteichbesitzer entwischt ist und er sich in der Vils soviel Gewicht angefressen hat. Oder es hat ihn jemand bewusst ausgesetzt, um ihn die Freiheit zu schenken,kann natürlich auch sein.

Also, hier handelt es sich um eine Störart namens BEARI (Sibirischer Stör (acipenser baeri)der seinen Ursprung aus Sibirien hat und seit vielen Jahren bei uns aus künstlicher Nachzucht gehandelt wird. In dementsprechend lebensnah gestalteten Gewässern kann dieser Stör schon mal bis 3-4 Meter groß werden und schon einige Zentner auf die Waage bringen. Es ist ein sehr anspruchsloser Fisch, frist ziemlich alles was ihm vor der Nase schwimmt, bevorzugt wärmere Gewässer und wächst bei entsprechendem hochwertigen Futter sehr schnell. Was er nicht mag, sind große Temperaturunterschiede bei Umsetzungen und geringen Sauerstoff. Noch zu erwähnen ist, dass allgemein alle Störarten sehr zutraulich sind, also keine Angst oder Scheu haben vor den Menschen oder sonstigen Räubern aus dem Tierreich. Das hat zur Folge, dass gerade kleine Exemplare die ersten Lebensjahre nicht überstehen, da sie so leicht zur Beute vieler anderer Lebenwesen werden, wie z.B. Reiher, Marder, Ratten, Greifvögel und besonders Katzen!

Ja lieber Hans-Herrmann, Hans und Gerhard

ich hoff, ich hab Euch ein paar nützliche Informationen geben können.

Auch meine Gratulation an den Fänger.

Danke und Petri Heil

Euer Gerhard Kohn