Noch bevor das offizielle Abstimmungsergebnis durch den Landeswahlleiter veröffentlicht wird, steht Eines wohl jetzt schon sicher fest: Die Zehn-Prozent-Hürde beim Volksbegehren Artenvielfalt ist laut Initiatoren und Bündnispartner locker "geknackt" worden. Es ist eine denkwürdige und bahnbrechende Entscheidung für den Natur-, Umwelt- und Artenschutz!

Foto: TJ

Vielen Dank an alle Unterstützer/innen! Ein wichtiges Etappenziel ist damit erreicht. Eine weitere Berichterstattung folgt in Kürze.

Liebe Vereinsmitglieder,

ihr habt hoffentlich alle ein schönes Weihnachtsfest erlebt und rutscht heute hoffentlich gut ins Neue Jahr!

Alle Jahre wieder... Es treffen bei uns Meldungen über kleinere und größere Schwärme von Kormoranen sowie Grau- und Silberreihern ein, die an/in unseren Vereinsgewässern gesichtet wurden.

Foto: HH Lier

Anfang 2019 sollen recht bald Minusgrade erreicht werden. Wenn der Winter dann richtig Einzug hält, sind die Fische in den stehenden Gewässern sehr bald unter einer dicken Eisschicht sicher vor diesen gefiederten Fischräubern. Bis dahin gilt es aber, die fischfressenden Vögel nach Möglichkeit von unseren Gewässern zu vergrämen. Spätestens wenn die Weiher und Seen zugefroren sind, zieht es Kormoran, Reiher & Co. an die offenen Fließgewässer, also auch an die Vils!

Foto: HH Lier

In diesem Zusammenhang haben wir die dringende Bitte an Sie/Euch, den eigenen Spaziergang so oft es geht an unsere Vereinsgewässer zu verlegen. Speziell im Bereich der Vils sollten wir durch bloße Anwesenheit den in der Regel recht scheuen Fischräubern zeigen, dass sie dort nicht alleine und ungestört sind.

Bitte versäumt nicht, jegliche Beobachtung von Fischräubern möglichst genau und zeitnah an den Vorstand zu melden. Ggf. müssen wir gezielt aktiv werden und die Fischräuber vergrämen.

Vielen Dank für Ihre/Eure Unterstützung!

Die Vorstandschaft

Die Mitgliederversammlung des Fischereivereins Amberg hat auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung den langjährigen und amtierenden 1. Gewässerwart, Max Marr, einstimmig zum Ehrenmitglied gewählt. Max Marr reiht sich nach den Fischerfreunden und Ehrenmitgliedern Heinz Donhauser, Hans Bernd Schmeller, Günter Kiener, Adolf Löffler, Peter Fischer, Manfred Pugner, Altoberbürgermeister Wolfgang Dandorfer sowie Hans-Hermann Lier als derzeit 9. Ehrenmitglied des Fischereivereins Amberg ein.

Foto: Gerhard Doerfler

Das Foto zeigt (von links nach rechts): Günter Graßler (2. Vorsitzender), Max Marr und Tim Jüntgen (1. Vorsitzender).

Fischerfreund Max Marr ist seit 1986 und somit seit 33 Jahren Mitglied im Amberger Fischereiverein. Seit 1988 gehört Max zudem als Gewässerwart ununterbrochen dem Beirat des Vereins an. Max macht sich seit mehr als drei Jahrzehnten in herausragender Art und Weise für den Fischereiverein verdient, indem er unter anderem Abfischungen sowie Besatzmaßnahmen organisiert und selbst auch tatkräftig unterstützt und nachbereitet. Darüber hinaus wertet Max die Fangbücher der aktiven Mitglieder aus und erstellt die jährlichen Fangstatistiken. Es gibt zudem kaum eine Vereinsveranstaltung (Königs- und Hegefischen, Grüne Klassenzimmer, Räucher- und Beizkurse, Teichwirtschaftliche Exkursionen, ...), bei der Max nicht persönlich dabei ist und mit anpackt. Das Fischerzentrum in Bühl ist quasi sein "2. Wohnzimmer".

Mit Arbeitsdiensten, Abfischungen, Besatzmaßnahmen und Fangbuchauswertungen kommt Max in den vergangenen 30 Jahren auf ein vorsichtig geschätztes Arbeitspensum von mehr als 3.400 Stunden - in seiner Freizeit, versteht sich! Zum Vergleich: Ein Vollzeitmitarbeiter mit einem Arbeitspensum von 40 h/Woche arbeitet knapp 1.700 Stunden pro Jahr.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat Max geschätzte 165.000 km (dies entspricht mehr als 4 Erdumrundungen!!!) mit seinem privaten Pkw für unseren Verein zurückgelegt - und das alles unentgeltlich!

Sein vorbildlicher Einsatz für unsere Vereinsgemeinschaft wurde in der Vergangenheit zwar bereits offiziell gewürdigt, unter anderem im Jahr 2010 mit der Ehrennadel in Gold des Fischereiverbands Oberpfalz. Mit der Ehrenmitgliedschaft erhält Fischerfreund Max Marr nunmehr hochverdient die höchste Auszeichnung, die der Fischereiverein Amberg zu vergeben hat.

Vielen Dank für Dein langjähriges Engagement, Max, und nochmals herzlichen Glückwunsch!

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Amberg wurde von den Mitgliedern gut besucht. Mehr als 80 Personen folgten am 14.12.2018 der Einladung in das Schützenhaus der Schützengesellschaft Kleinraigering.

Oberbürgermeister Michael Cerny war unter den Gästen, sprach ein Grußwort und überreichte dem Fischereiverein eine Spende der Stadt Amberg. Vielen Dank dafür!

Foto: Gerhard Doerfler

Auf der Agenda stand unter anderem die Wahl eines neuen Ehrenmitglieds. Fischerfreund Max Marr ist seit 30 Jahren Gewässerwart des Vereins und hat sich seit nunmehr 3 Jahrzehnten in herausragender Art und Weise für den Fischereiverein Amberg verdient gemacht. Er wurde deshalb einstimmig von der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied gewählt (Bericht folgt).

Foto: Gerhard Doerfler

Unter den Teilnehmern an der Jahreshauptversammlung waren heuer erfreulicherweise sechs von insgesamt neun Ehrenmitgliedern des Vereins.

Foto: Gerhard Doerfler

Das Foto zeigt alle anwesenden Ehrenmitglieder - von links nach rechts: Manfred Pugner, Peter Fischer, Günter Kiener, Adolf Löffler, Max Marr und Hans-Hermann Lier. Ein Herzliches Dankeschön an alle Ehrenmitglieder für den "unbezahlbaren" Einsatz der letzten Jahre und Jahrzehnte!

Eine kleine Gruppe der Teilnehmer/innen der letzten beiden Vorbereitungskurse zur Staatlichen Fischerprüfung (September 2019 und Oktober 2019) trotzte dem nasskalten Wetter und traf sich am Sonntag, 09.12.2018, zum Raubfisch-Schnupperangeln an den Sandgruben. Nach kurzer Einweisung und unter Anleitung erfahrener Vereinsmitglieder übten die Schnupperangler/innen den praktischen Umgang mit der Handangel.

Die Hechte zeigten sich dabei durchaus beißfreudig. Dem Ausbilder und 2. Vorsitzenden, Günter Graßler, ging sogar ein Hecht mit 74 cm an den Haken.

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Foto: Peter Rall

Allen Neulingen Glückwunsch zu dem gelungenen Auftakt einer hoffentlich langen und erfolgreichen Angler-Karriere!

Den Ausbildern und Helfern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gedankt!

Allen alten und neuen Petrijüngern wünschen wir allzeit Petri Heil und viele schöne Stunden am Gewässer.

Der Fischerfreund Daniel Prütting hat seine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen vom Schnupperangeln in Worte gefasst und freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die Ausführungen finden sich hier!

von Daniel Prütting

Das erste Mal…

Es ist Sonntag früh 7 Uhr, der Regen prasselt an meine Windschutzscheibe und ich frage mich, wer sich an diesem unwirtlichen Morgen im Dezember wohl noch auf den Weg machen wird. Schnupperangeln ist angesagt, der krönende Abschluss des letzten Fischerei-Lehrgangs. An den Sandgruben östlich von Amberg treffen wir uns: Ein paar Lehrgangsteilnehmer, die zeitnah ihre Online-Prüfung absolviert haben und nun dem morgendlichen Sauwetter trotzen wollen, um vielleicht den ersten Fisch ihres Lebens an Land zu ziehen. „Raubfischangeln“ heißt heute die Devise und alle lauschen den Ausführungen von Tim, Günter und Peter vom Fischereiverein Amberg, worauf es beim Zander- und Hechtangeln denn so ankommt. Allein die Vielfalt der möglichen Köderarten – von totem Weißfisch über Blinker, Spinner und Wobbler bis hin zum Gummifisch mit Jigkopf oder Streamer – lässt uns Anfänger erstmal ratlos in die Köderkiste blicken.

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Foto: TJ

Weil es noch früh am Morgen ist und der Regen aufhört, starten die meisten mit der "Jagd" auf Zander per Gummifisch. Die erste Herausforderung liegt im Auswerfen der Angel. Es dauert eine Weile, bis man den Bogen einigermaßen raus hat. Klappt mitten im Wurf der Schnurfangbügel herunter, schlägt der Kunststoffköder mit lautem Platschen vor mir auf das Wasser. Nach einer Stunde steigen wir um auf Hechtfang. Mit Blinker oder Spinner scheint man gut beraten zu sein. Ein glitzerndes Metallblättchen wird dabei durchs Wasser gekurbelt und arbeitet sich taumelnd oder rotierend vorwärts. Worauf man (fisch) alles zu beißen bereit ist, wenn nur der Appetit groß genug ist…!

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Foto: TJ

Dann werden Rufe von der gegenüberliegenden Seeseite laut. Der erste Hecht. "70 cm" schätzt mein Angelnachbar ein. Er ist Fachmann, auf die Distanz hätte ich den Räuber für viel kleiner gehalten. Aber wie sich herausstellt, bringt er wirklich satte 74 cm aufs Maßband. Die Profis eben.

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Foto: Peter Rall

Ich merke, wie das Angelfieber zuschlägt. Es gibt sie also tatsächlich, hier und heute an diesem Weiher, Raubfische, und das in fangfähiger Größe…! So lange haben wir gewartet auf unser "erstes Mal" und mit jedem Auswurf und Einkurbeln wächst die Spannung, ob es auch bei einem von uns bald soweit sein könnte. Einen kurzen freudigen Moment hatte sicher jeder von uns gleich am Anfang, als sich die Schnur das erste Mal im Kraut verfangen hatte und man dachte, ein mächtiger Fisch lässt dort nicht los. Aber dann ruckelt es tatsächlich an meiner Rute. Erst etwas zaghaft, dann mit größerer Kraft. "Ich glaube, ich hab' einen!" rufe ich zu Peter und bin froh, als ich aus dem Augenwinkel sehe, wie er mir mit dem Kescher zu Hilfe eilt. Ich sehe das Weiß des Fischbauches. Es ist ein Hecht. Dem armen Kerl wird im kalten Wasser nicht besonders nach großem Drillkampf zumute sein. Rund 47 cm bringt er und darf auch gleich wieder zurück ins kühle Nass.

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Foto: Peter Rall

Ich beschließe, den erfolgreichen roten Goldfischwobbler weiter zu verwenden, obwohl er sich als sinkender Köder leicht im Kraut verfängt. Wieder kommt ein großes "Hallo" von der anderen Seeseite. Diesmal ist es Tim, der auch einen kleinen Hecht gefangen hat. Ein wenig beginnt es zu regnen, aber das ist nun egal. Wen das Jagdfieber gepackt hat, der spürt weder Kälte noch Regen.

Wieder schlägt die Angel an. Sollte sich mein anfangs etwas verkanntes Goldfischlein doch als überaus fängiger Spezialköder entpuppen? Die Rute gibt Aktion. Dann ein ungläubiges Staunen. Ein Spiegelkarpfen naht sich der Uferzone. Diesmal hilft Tim beim Abködern und wir beeilen uns für ein schnelles Foto. Knapp 40 cm. Aber der Bursche hat Glück. Der Weiher ist aktuell für Angeln auf Friedfische gesperrt, also darf er wieder zurück in seine Welt.

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Foto: TJ

Wir philosophieren über die Frage, wie ein Karpfen an eine Raubfisch-Angel kommt, schließlich saß der Haken unten am Maul. Entweder er hatte es sich schon zur Winterruhe gemütlich gemacht und wurde nichtsahnend vom vorbeiziehenden Drillingshaken einfach "eingesammelt", oder der Herbsthunger hatte ihn noch umgetrieben und er hatte das leuchtende Goldfischchen versehentlich mit einem leckeren Pfirsich verwechselt. Das wäre dann mal eine Anregung für die Ansitzfischer auf Karpfen im nächsten Sommer…

Ein schöner Schnupperangelvormittag geht viel zu schnell zu Ende. Am Ende haben wir alle das Gefühl, "angebissen" zu haben bei einer neuen Leidenschaft und freuen uns schon auf unser "zweites Mal". Ein herzlicher Dank an alle unsere Ausbilder und Verantwortlichen des Vereins für einen sehr guten Kurs und eine super Prüfungsvorbereitung.

Euch anderen Kursteilnehmern wünschen wir noch viel Erfolg bei der Online-Prüfung, hoffentlich keine allzu lange Wartezeit auf Euren "Lappen" und ein ebenso spannendes Schnupperangeln, wie es heute bei uns der Fall war.

Petri Heil!

Daniel Prütting