Am 18.07.2019 verlegten 49 Schüler/innen (Klassen 4a und 4d) und ihre Lehrkräfte den Schulunterricht in das Grüne Klassenzimmer des Fischereivereins Amberg im Fischerzentrum in Bühl. Anstelle des Unterrichts in den angestammten Klassenzimmern in der Pestalozzi-Grundschule in Sulzbach-Rosenberg stand an diesem Vormittag ein außergewöhnlicher Unterrichtstag in der freien Natur auf dem Lehrplan.

Unter dem Motto "Natur erleben - Natur verstehen" konnten die Kinder unter fachkundiger Anleitung spielerisch Flora und Fauna rund um die Bühler Weiher in Freudenberg erkunden. Nach einer kurzen Begrüßung durch den 2. Bürgermeister von Freudenberg, Herrn Franz Weiß, und den 1. Vorsitzenden des Fischereivereins Amberg, Tim Jüntgen, wurden die Besucher/innen in sieben Kleingruppen aufgeteilt.

(Foto: Gerhard Doerfler)

Förster Stefan Binner vom AELF hatte diverse Exponate zur heimischen Tier- und Pflanzenwelt rund um einen Oberpfälzer Weiher mitgebracht. Von ihm lernten die Kinder viel Neues über Biber, Mink, Kormoran, Eisvogel, Wasseramsel und Co.

(Foto: Tim Jüntgen)

Fischerfreund Gerhard Doerfler vermittelte in einem kindgerechten Vortrag, warum der Zecken-Check nach einem Aufenthalt in der Natur so wichtig ist und ging dabei auf die Lebensweise der kleinen Blutsauger und auf die damit verbundenen Gefahren ein.

(Foto: Tim Jüntgen)

Eine kleine Lektion in Fischkunde erhielten die Schüler/innen vom Schriftführer Hans Fürnkäs. Hier konnten die Kinder Hechte, Karpfen und Weißfische puzzeln. Fischerfreund Fürnkäs erklärte die markantesten Unterscheidungsmerkmale der Fische.

(Foto: Tim Jüntgen)

Unter Anleitung von Silvia Jüntgen durften die Schüler/innen dann mit ihren Händen tasten, fühlen und raten, welche Gegenstände in kleinen Säckchen hinter einer Wand verborgen liegen. Viele Fische verlassen sich beispielsweise bei der Futtersuche auf ihren Tastsinn. Waller, Karpfen und Schleie haben ausgeprägte Barteln (Bartfäden), um das "Tasten und Schmecken" zu ermöglichen.

(Foto: Gerhard Doerfler)

An der nächsten Station durften die Kinder unter fachkundiger Anleitung von Steffi Lüttge und Hans Leis die Angel selbst in die Hand nehmen - allerdings nicht zum Fischen, sondern zum so genannten Casting (= Zielwerfen mit der Angel).

(Foto: Tim Jüntgen)

Der erfahrenen Angler Wilfried Schommer erklärte den Kindern die unterschiedlichen Techniken des Fischens mit der Handangel. Nach kurzem Ansitz konnte er den Kindern mit Giebel und Brachse zwei typische Bewohner des Bühler Weihers präsentieren.

(Foto: Tim Jüntgen)

Die wohl aufregendste Station wurde vom 2. Vorsitzenden Günter Graßler betreut. Unter seiner Anleitung durften die Kinder in den Bach steigen und selbst keschern. Kleine Fische, Krebse und Insektenlarven sind hier im Bach zu Hause.

(Foto: Tim Jüntgen)

Dass die Schüler/innen an diesem Vormittag eine ganze Menge gelernt hatten, stellten sie bei der Abschlussbesprechung und dem Karpfen- und Forellen-Quiz unter Beweis. Die Kinder konnten unterschiedliche Fischarten sicher identifizieren und kennen nun auch die besonderen Erkennungsmerkmale und Lebensgewohnheiten einiger heimischer Fischarten.

(Foto: Steffi Lüttge)

Mit ganz vielen schönen und neuen Eindrücken traten die Besucher/innen dann die Rückfahrt nach Sulzbach-Rosenberg an. Wir hoffen, der Besuch in unserem Fischerzentrum hat Euch ganz viel Spaß gemacht! Euch allen wünschen wir schöne Sommerferien!

Vielen Dank natürlich an alle ehrenamtlichen Helfer/innen (Stefan Binner, Gerhard Doerfler, Hans Fürnkäs, Günter Graßler, Silvia Jüntgen, Hans Leis, Steffi Lüttge, Max Marr, Willy Schommer) die diesen außergewöhnlichen Unterrichtstag überhaupt möglich gemacht haben!